Zwanzig Grand Slam®-Einzeltitel und eine Rekordzahl von Siegen in Wimbledon bezeugen, dass Roger Federer zu den größten Tennisspielern aller Zeiten zählt. Aber für den Schweizer ging es im Tennis nicht immer darum, Rekorde zu brechen. Erst 2009, in dem Sommer, in dem Federers erstes Zwillingspaar geboren wurde und als er in Wimbledon den Grand Slam®-Rekord von Pete Sampras brach, kam er seiner persönlichen Definition von wahrer Größe nahe. Die Rolex, die er an an diesem Tag trug, ruft gute Erinnerungen an diesen alles entscheidenden Sommer wach.

Rekorde zu brechen war mir nie wirklich wichtig. Meine Ziele waren recht bodenständig, ganz normal. Ich hoffte, es vielleicht mal als Spieler unter die Top 100 zu schaffen, irgendwann möglicherweise unter die Top 10. Allerdings habe ich mich immer bemüht, meine Träume zu verwirklichen.

Wirklich verändert hat sich mein Leben, als ich 14 Jahre alt war und von zu Hause auszog, um am Schweizer Nationalen Leistungszentrum zu trainieren. Damals wurde ich vom Kind zum Mann, es waren die wichtigsten drei Jahre in meinem Leben. Ich versuchte zu verstehen, was mentale Stärke eigentlich bedeutet.

Aber es hat sechs weitere Jahre gedauert, bis ich es begriffen und mich auf dem Tennisplatz wirklich wohl gefühlt habe. Ich musste wirklich Lehrgeld zahlen und mit großen Enttäuschungen fertig werden, wenn ich wieder mal ein Spiel verloren hatte, weil ich meine Emotionen nicht im Griff hatte. In dem Moment, als ich es endlich hinbekam, fühlte sich das so gut und so richtig an, dass ich danach nichts mehr verändert habe.

Meine Schweizer Heimat hat eine wichtige Rolle dabei gespielt, mich zu dem zu machen, der ich heute bin. Irgendwann wurde mir klar, dass ich als erster Schweizer Nummer Eins der Weltrangliste werden könnte. In diesem Moment begriff ich, dass ich alles erreichen konnte, was bisher noch nicht erreicht worden war. Und genau das geschah. Ich habe mich darauf eingelassen und ließ mich von allem inspirieren und motivieren. Von Rivalitäten ebenso wie von Rekorden, die noch zu brechen waren, oder von Turnieren, an denen ich mit Begeisterung teilnahm.

Wenn ich die Uhr anschaue, erinnere ich mich lebhaft an diesen Tag.

Dann kam das Jahr 2009. In diesem Sommer hatte ich gerade zum ersten Mal die French Open gewonnen und ging mit der Chance, den Grand Slam®-Rekord von Pete Sampras zu brechen, ins Turnier von Wimbledon. Als ich dort in legendären fünf Sätzen Roddick schlug, siegte und den Rekord tatsächlich brach, konnte ich es kaum glauben. Ich habe in diesem Match erst beim letzten Spiel ein Break geschafft, das mir dann zum Sieg verhalf. Als ich schließlich den Pokal hochhalten konnte, trug ich meine Rolex am Handgelenk.

Darum ist die Uhr für mich besonders wichtig. Wenn ich sie anschaue, erinnere ich mich lebhaft an diesen Tag: Pete Sampras war da, um sich das Finale anzusehen – er hatte mir gesagt, dass er immer dabei sein würde, wenn ich die Chance hätte, seinen Rekord zu brechen. Björn Borg war ebenfalls da, John McEnroe hat kommentiert und Rod Laver war auch dabei. Viele legendäre Tennisspieler waren anwesend. Und als ich den Platz verließ, kamen sie alle zu mir, um mich zu begrüßen und mir zum neuen Rekord zu gratulieren. Diese Anerkennung vonseiten der „Tennisfamilie“, die mir sehr wichtig ist, war sehr schön.

Jedes Mal, wenn ich meine Rolex anlege, erinnere ich mich an diese großartigen Momente. Sie erinnert mich auch daran, dass man hart arbeiten muss. Das heißt, man muss bis zu einem gewissen Grad rücksichtslos und hart sein – aber immer fair und mit Stil spielen. Ich glaube, das ist wirklich wichtig.

ROGER FEDERERS ARMBANDUHR

Oyster Perpetual Datejust II